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<title>Direktkandidat</title>
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<h2>FAQ: H&auml;ufig gestellte Fragen:</h2>
<br>
<p><i><strong>Wer ist der Ideengeber hinter der Initiative B&uuml;rgerkandidaten? Was war und ist deren Antrieb? </strong></i> </p>
<p>Als das sogenannte Freihandelsabkommen CETA in die entscheidende Phase kam, wuchs in der Bev&ouml;lkerung der Widerstand dagegen. Die Gro&szlig;e Koalition lavierte. Es wurde indes immer klarer, dass sie es durchwinken w&uuml;rde, wie stark der Widerstand auch sein mochte.
<br>
Frau Grimmenstein stellte sich mit gleichgesinnten Juristen an die Spitze derer, die diesen demokratiefeindlichen Ablauf und dieses demokratiefeindliche Abkommen trotzdem noch verhindern wollten und wollen und klagte gegen Elemente des Abkommens vor dem Bundesverfassungsgericht.<br>
Das Abkommen n&auml;hme bei endg&uuml;ltiger Anwendung dem Bundestag und den hiesigen Gerichten zum Beispiel im Rahmen der regulatorischen Kooperation oder der F&ouml;rderung einer internationalen Investitions-Schiedsgerichtsbarkeit Entscheidungsspielr&auml;ume.<br>
Um die Mitbestimmungsm&ouml;glichkeiten der Menschen in Deutschland zu st&auml;rken statt zu schw&auml;chen, entstand die Idee, an den Parteien vorbei Direktkandidaten f&uuml;r die n&auml;chste Bundestagswahl aufzustellen.
<br>
<p><i><strong>Warum sollte man nicht den Direktkandidaten einer bestehenden Partei w&auml;hlen?</strong></i></p>
<p>Wir wenden uns an Menschen (W&auml;hler), die mit der Art von Politik, wie sie heute gemacht wird, nicht mehr einverstanden sind. <br>
Es gibt sicher auch in den bestehenden Parteien gute Politiker. Doch die Parteien sind sich merkw&uuml;rdig einig in vielen Angelegenheiten, die von der Bev&ouml;lkerung in Summe anders beurteilt werden. Man denke an das Abkommen CETA, die Entscheidungen f&uuml;r eine PkW-Maut oder an die Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr!<br>
Parteien verf&uuml;hren zur innerparteilichen Anpassung, zum Kl&uuml;ngeln. Man muss schon sehr stark sein, um sich dem nicht anzupassen. Wahrscheinlich kommen in Parteien eher die Anpassungsbereiten nach oben. Es gibt einen Anreiz, seine eigene Einstellung hinter die der Parteif&uuml;hrung oder des Koalitionsvertrages zu stellen. <br>
Ein partei-unabh&auml;ngiger Direktkandidat hingegen soll losgel&ouml;st von Parteiprogrammen und Koalitionsvertr&auml;gen den Mehrheitswillen im Wahlkreis und sein eigenes Gewissen in sein Abstimmungsverhalten einbeziehen.
<p><i><strong>Wie kann man sich sicher sein, dass sich nicht auch ein partei-unabh&auml;ngiger gew&auml;hlter Direktkandidat so entwickelt, wie das die meisten parteigebundenen tun?</strong></i></p>
Sicher kann man sich bei Volksvertretern nie sein. Aber wir als B&uuml;rgerkomitee, das den Kandidaten aus seiner Mitte im Wahlkampf unterst&uuml;tzt, wollen auch nach den Wahlen fortbestehen. Das Komitee soll dem Abgeordneten auf die Finger schauen, ihn kontrollieren und gleichzeitig &ouml;ffentlichkeitswirksames Bindeglied zu den W&auml;hlern des Wahlkreises sein. Dabei soll es &uuml;ber die T&auml;tigkeiten des Abgeordneten informieren und umgekehrt soll es Anregungen aus der W&auml;hlerschaft b&uuml;ndeln und an den Abgeordneten weiterleiten.<br>
Damit verbessert sich die Einflussnahme- und Kontrollm&ouml;glichkeit der W&auml;hler deutlich gegen&uuml;ber dem jetzigen Status. Denn eine Mitarbeit im B&uuml;rgerkomitee steht jedem offen und ist sogar erw&uuml;nscht.
<p><i><strong>Welchem Programm, welcher Richtung f&uuml;hlt sich denn der unabh&auml;ngige Direktkandidat verpflichtet?</strong></i></p>
Das B&uuml;rgerkomitee schn&uuml;rt kein sch&ouml;nes Programm-Paket diese gaukeln uns W&auml;hlern doch immer etwas vor. Es werden Versprechungen gemacht, die in den Koalitionsgespr&auml;chen meist verwaschen werden. Unser Ziel ist eine direktere Demokratie - wir wollen ein lebendiges Programm in Bewegung! Durch Sie! Auch zwischen den Wahlterminen, durch laufende Mitwirk-M&ouml;glichkeiten.<br>
Der Direktkandidat verpflichtet sich aber zu folgenden Werten: <br>
Zuerst einmal Transparenz. Also Durchsichtigkeit des politischen Verhaltens des Abgeordneten. <br>
Dann Hinwirkung auf Frieden in der Welt. Um auf der Welt Frieden zu sichern, brauchen wir einen Ausgleich des Zugangs zu den Reicht&uuml;mern der Erde, keine Freihandelsabkommen, die die Entwicklung in armen L&auml;ndern blockieren.<br>
Drittens einen Ausgleich der Lebensgrundlagen in unserem Land, Gemeinwohl. F&uuml;r den sozialen Ausgleich im Land brauchen wir eine andere Steuerpolitik. Die Umsetzung kann man nicht einfach vorprogrammieren. In der Umsetzung muss ein st&auml;ndiger Austausch zwischen dem Abgeordneten und seinen W&auml;hlern laufen, vermittelt durch das jedem B&uuml;rger offen stehende Komitee.
<p><i><strong>Wie soll die Mitwirkung der W&auml;hler nach der Wahl aussehen?</strong></i></p>
Das "B&uuml;rgerkomitee f&uuml;r einen Direktkandidaten" b&uuml;ndelt Fragen, Antworten und Anliegen nach "oben" und nach "unten", also zwischen Bev&ouml;lkerung und Abgeordnetem. Seine Berichte werden regelm&auml;&szlig;ig (z.B. w&ouml;chentlich) auf die Webseite gestellt, ebenso Anliegen der W&auml;hler.<br>
Wir sind an einer lebhaften Diskussion zwischen dem Abgeordneten, dem Komitee und den B&uuml;rgern ausdr&uuml;cklich interessiert. Haben Sie andere Ideen der Mitwirkung: Kommen Sie zu uns und machen Sie Vorschl&auml;ge!
<p><i><strong>Haben solche einzelnen Abgeordneten &uuml;berhaupt einen Einfluss?</strong></i></p>
Es stellt sich die Frage, welchen Einfluss die derzeitigen Abgeordneten haben im Rahmen der Fraktionsdisziplin, der einem Fraktionszwang gleich kommt. Sicherlich haben die Abgeordneten an den Spitzen der Fraktionen so wie die beiden Bergstr&auml;&szlig;er Abgeordneten der CDU und der SPD einen h&ouml;heren Einfluss. Doch das, was &uuml;ber deren Abstimmungsverhalten in den letzten Jahren bekannt ist, zeigt, dass sie einfach fraktionskonform waren und keine „Abweichler“ sein wollen. <br>
Wo ist der Einfluss eines Partei-Abgeordneten, wenn er ohnehin immer so abstimmt, wie es seine Partei intern ausgemauschelt hat? Es kann also nur besser werden!
<p><i><strong>Wie soll ein neuer Politik-Stil aussehen?</strong></i></p>
Er soll transparent sein, also durchsichtig f&uuml;r die W&auml;hler. Die Verbindung zwischen Wort und Tat soll &uuml;berpr&uuml;fbar sein. Er soll offen f&uuml;r demokratische Einflussnahme sein. Das Komitee ist offen f&uuml;r jedermann, d.h. wer sich zwischen den Wahlen daf&uuml;r zu interessieren beginnt, kann eintreten oder Anliegen zum Komitee bringen.
<p><i><strong>Ist meine Stimme nicht verloren, wenn der parteiunabh&auml;ngige Direktkandidat nicht in den Bundestag kommt?</strong></i></p>
Mit seiner Zweitstimme kann man immer noch eine traditionelle Partei w&auml;hlen. Und die Erststimme f&uuml;r den unabh&auml;ngigen Direktkandidaten kann dann ein wichtiges Signal setzen. Stellen Sie sich vor, die Bergstra&szlig;e entsendet drei Abgeordnete? Das ist m&ouml;glich: Die Kandidaten von CDU und SPD sind durch die hohen Platzierungen in den Partei-Landeslisten quasi gew&auml;hlt. Ein Grund mehr, einem alternativen Politik-Stil eine Chance zu geben und mit der Erststimme Unabh&auml;ngigkeit zu w&auml;hlen.
<p><i><strong>Was passiert mit meiner Zweitstimme, wenn ich einen erfolgreichen partei-unabh&auml;ngigen Direktkandidaten gew&auml;hlt habe?</strong></i></p>
Das antiquierte und verfassungsrechtlich bedenkliche Wahlsystem sieht in &sect;6 Abs. 1 in Verbindung mit &sect;20 Abs. 3 und &sect;1 Abs. 1 (Bundeswahlgesetz), vor, dass die Zweitstimmen von W&auml;hlern, die f&uuml;r einen erfolgreichen also in den Bundestag gew&auml;hlten partei-unabh&auml;ngigen Direktkandidaten bei der Vergabe der Landeslisten-Abgeordneten nicht mitz&auml;hlen.<br>
Sicherlich ist vor der Wahl nicht zu bemessen, welche Auswirkungen dies schliesslich auf die Vergabe der Zweitstimmen/Landeslisten Pl&auml;tze im Bundestag genau haben wird. Diese Regelung ist in jedem Falle eine Benachteiligung f&uuml;r parteilose Bewerber.<br>
Diesen Nachteil wollen wir nicht verschwiegen. (Auch in Zukunft wollen wir nicht Dinge sch&ouml;n reden. Das geh&ouml;rt auch zur Transparenz.)<br>
In den Medien ist es interessanterweise wieder sehr ruhig geworden um das Problem des nicht-verfassungskonformen Wahlsystems. Die gro&szlig;en Parteien werden sich nicht einig. Und das im Wahljahr! Auch hier muss sich etwas &auml;ndern!
<p><i><strong>Wie ist die Einstellung des B&uuml;rgerkomitees zu Volksentscheiden?</strong></i></p>
Das Komitee sieht darin wie andere Bef&uuml;rworter direkterer Demokratie eine Verbesserung im Vergleich zur aktuellen Situation. Kritische Punkte bleiben dennoch: Volksentscheide m&uuml;ssen auf ein „Ja“ und „Nein“ vereinfacht werden. Sie bergen die Gefahr, stimmungsabh&auml;ngig zu sein und kommen nur selten nach ausf&uuml;hrlicher Auseinandersetzung mit den Themen zustande. <br>
Das aktuelle System der Parteien-Wahl ist oft genauso stimmungsabh&auml;ngig und wenig an den Sachthemen orientiert. Daher m&ouml;chten wir den Mittelweg gehen und den Menschen eine sehr regelm&auml;&szlig;ige Mitbestimmung erm&ouml;glichen. Im Idealfall (nur noch partei-unabh&auml;ngige Direktkandidaten im Bundestag, die den W&auml;hlerwillen st&auml;rker mit einbeziehen als die bisherige Politik) k&ouml;nnten damit Volksentscheide fast unn&ouml;tig werden.
<p><i><strong>Was muss getan werden, um einen B&uuml;rgerkandidaten in den Bundestag zu bekommen? Wie kann ich mitmachen?</strong></i></p>
Zun&auml;chst einmal musste der B&uuml;rgerkandidat mit Hilfe des B&uuml;rgerkomitees und Interessierten 200 Unterst&uuml;tzungsunterschriften im Wahlkreis sammeln, um &uuml;berhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. <br>
Das haben wir rechtzeitig geschafft. Die Mindestanzahl an ben&ouml;tigten Unterst&uuml;tzungsunterschriften (200) wurde erreicht. Herzlichen Dank an alle Helfer und Unterst&uuml;tzer!<br>
Nach der erfolgreichen Sammlung der 200 Unterschriften geht es los mit Wahlkampf. Wir haben nur geringe Mittel im Vergleich zu den etablierten Parteien sind also um so mehr auf begeisterte Helfer, Mundpropaganda und neue Medien angewiesen.
<p style="padding-left: 1em;"><i>Helfen Sie uns, in dem Sie die Idee des partei-unabh&auml;ngigen B&uuml;rgerkandidaten im Bekanntenkreis (nicht nur im Wahlkreis) verbreitern. Schreiben Sie Mails an Ihre Verteiler, sprechen Sie am Gartenzaun dar&uuml;ber. Helfen Sie uns, Flyer zu verteilen.</i></p>
Das B&uuml;rgerkomitee trifft sich in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden, meist alle drei Wochen.
<p style="padding-left: 1em;"><i>Helfen Sie uns, indem Sie zu den treffen kommen. Reden Sie mit! Bringen Sie eigene Ideen f&uuml;r eine bessere Mitbestimmung ein. Informationen finden Sie auf dieser Seite oder melden Sie sich in unserem Verteiler (&uuml;ber <a href="impressum.php">Impressum</a>) an.</i></p>
Der Wahltermin naht. Sie k&ouml;nnen auch die bisherigen Abgeordneten und die neuen Kandidaten auf ihre B&uuml;rgern&auml;he und Transparenz &uuml;berpr&uuml;fen!
<p style="padding-left: 1em;"><i>Machen Sie mit: Stellen Sie Fragen. Stellen Sie sie pers&ouml;nlich! Zum Beispiel auf abgeordnetenwatch.de. Lassen Sie sich die pers&ouml;nlichen Meinungen der Abgeordneten und Kandidaten zusenden, abseits von Partei- und Koalitionsmeinung. Bitten Sie um &Ouml;ffentlichkeit, was deren Arbeit, deren Lobby-Kontakte, deren Abstimmungsverhalten bei nicht-namentlichen Abstimmungen etc angeht. Fragen Sie, was Sie interessiert und besch&auml;ftigt. Sie k&ouml;nnen auf diese Weise einen personenbezogenen Wahlkampf einfordern, nicht partei-bezogen. Wir sind gespannt auf Ihre R&uuml;ckmeldungen.</i></p>
Politik lebt vom Mitmachen. Mitbewegen ist befriedigend, tut gut. Nicht nur den anderen, sondern auch dem, der sich engagiert.
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